Schon längst lernen viele ihren Partner nicht mehr nur auf der Straße, in der Bar oder im Club kennen. Dating-Apps hat heutzutage jeder schon mal auf dem Smartphone gehabt, sei es nur um mal zu gucken, was der Markt so hergibt, weil man sich einsam fühlt oder weil man in der Realität doch einfach zu schüchtern ist, um jemanden anzusprechen.

Wir sind bei Tinder, Lovoo und Bumble, laden die schönsten Fotos von uns hoch und schreiben vielleicht auch noch einen oder zwei Sätze über uns. Wir stellen uns perfekt dar und vielleicht werden wir sogar von der Person nach rechts (das heißt, man findet die Person gut) gewischt, die wir auch nach rechts gewischt haben. Boom! Ein Match!

Dating-Apps funktionieren überall. Mit Hilfe der Standorterkennung weiß Tinder immer genau wo wir sind und mit einer Umkreissuche, sehen wir die möglichen Kandidaten in unserer Nähe.

Wir können also zuhause, im Café, auf der Arbeit und sogar im Ausland tindern. Und genau das Tindern im Ausland ist bei Au Pairs eine willkommene Abwechslung zum Alltag mit den Kindern und eine Möglichkeit neue Menschen kennenzulernen.

Tinder hat natürlich seine Vorteile. Gerade wenn man neu in einem Land ist. Nicht jeder sucht hier nur eine schnelle Nummer und aus manchen Dates ist auch schon eine schöne Freundschaft oder sogar eine Beziehung geworden.

Dennoch gibt es natürlich auch einige Punkte, die Au Pairs beachten sollten, wenn sie sich mit jemand fremdes treffen.

Safety first…

  • Lasse dich niemals bei deiner Gastfamilie zuhause abholen. So erfährt dein Date wo du wohnst und wo deine Gastfamilie wohnt. Wenn in einer Konversation dann beispielsweise zur Sprache kommt, wann du gemeinsam mit der Familie in den Urlaub fährst, wird das eigentliche Date womöglich zu einem potentiellen Einbrecher.
  • Trefft euch immer an einem öffentlichen Ort, an dem sich viele andere Menschen befinden. Lass dich nicht gleich dazu überreden, an einen ruhigeren Ort zu fahren oder zu gehen. Bleibt in einer für dich sicheren Umgebung.
  • Sage Freunden oder auch deiner Familie mit wem du dich triffst. Gib vielleicht sogar eine kurze Beschreibung deines Dates und dessen Namen. Sag ihnen auch, wo ihr euch trefft. Man kann nie wissen, wen man trifft, bevor man die Person kennengelernt hat.
  • Sprecht nicht über die Orte, an denen du dich mit den Kindern aufhältst, die Schule der Kinder, die Vereine der Kinder etc.
  • Lass dich nicht von dem Unbekannten einlullen und z.B. nach Papieren fragen, um dir mit bürokratischen Vorgängen zu helfen. Die Dokumente sind ganz schnell weg.
  • Sprich mit deiner Familie über ein Codewort. Wenn du dich nicht sicher fühlst, kannst du sie anrufen und sie können dich z.B. wissen lassen, dass das Kind sehr krank ist und sie dich umgehend zuhause brauchen – auch wenn das nur ein Trick ist, um dich aus der Situation zu retten.
  • Wenn es mit jemandem ernster wird, lade ihn zu dir ein und stelle ihn deiner Gastfamilie vor. So weiß deine Gastfamilie mit wem du dich trifft. Außerdem spricht dein/e Bekannte/r die gleich Sprache wie die Familie und sie werden die Art wie er oder sie spricht womöglich besser verstehen und somit auch komische Dinge besser erkennen können.
  • Hab auf gar keinen Fall, das Gefühl, dass es kindisch ist, deiner Gastfamilie immer zu sagen, wohin du gehst oder mit wem du dich triffst!
  • Bedenke, dass deine Gasteltern aus einer anderen Generation sind und womöglich nicht verstehen, warum man sich mit jemandem trifft, den man über eine Dating-App kennengelernt hat. Für viele gelten Tinder und andere Apps lediglich als Möglichkeit schnellen Sex zu finden. Natürlich gibt es auch den ein oder anderen Schlawiner in solchen Apps, dennoch hat nicht jeder die gleiche Intention.
  • Frage am besten bei Leuten in deinem Alter, die aus deinem Gastland kommen nach, was sie über bestimmte Apps denken. In manchen Ländern wird Tinder vielleicht eher aus anderen Intentionen heraus genutzt als in deinem Heimatland.

Pass auf dich auf!

 

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